Schüler entdecken Design

Kombiniere ein Möbelstück mit einem Adjektiv – und designe das „kompakte Sofa“. Werkgymnasiasten in Heidenheim haben zusammen mit Phoenix Designerin Steffi Moser ihre Lieblingskombi gestaltet. Mit der Workshop-Reihe "Entdecke Design" der Stiftung Deutsches Design Museum, wurden mit der gleichnamigen Bildungsinitiative seit 2014 schon über 16.000 Schüler in ganz Deutschland erreicht. Phoenix Design gehört zu mehr als 200 Designern, die das Projekt unterstützen.

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  • 1 – Die Workshop-Aufgabe: Kombiniere ein Möbelstück mit einem Adjektiv – und designe z.B. das „kompakte Sofa“.

    1 – Die Workshop-Aufgabe: Kombiniere ein Möbelstück mit einem Adjektiv – und designe z.B. das „kompakte Sofa“.

    Fotograf: Markus Wolf

  • 2 – Steffi Moser, Phoenix Designerin, und Werner Schölzel, Schulleiter am Werkgymnasium Heidenheim.

    2 – Steffi Moser, Phoenix Designerin, und Werner Schölzel, Schulleiter am Werkgymnasium Heidenheim.

    „Ästhetische Bildung hat bei uns einen hohen Stellenwert, deshalb fördern wir kreative und gestalterische Potenziale“, erklärte Werner Schölzel, Schulleiter am Werkgymnasium. Dort bedeutet Unterricht vor allem Lernen mit Kopf, Herz und Hand, weshalb man gern die Türen für den „Entdecke Design“-Workshop der Stiftung Deutsches Design Museum öffnete.

    Fotograf: Markus Wolf

  • 3 – Aufgabe erfolgreich umgesetzt: das "kompakte Sofa“. Schülerinnen des Werkgymnasiums in Heidenheim mit ihrem Design-Ergebnis.

    3 – Aufgabe erfolgreich umgesetzt: das "kompakte Sofa“. Schülerinnen des Werkgymnasiums in Heidenheim mit ihrem Design-Ergebnis.

    Fotograf: Markus Wolf

  • 4 – Die Modelle entstehen aus einfachen, alltäglichen Materialien wie Papier oder Wellpappe.

    4 – Die Modelle entstehen aus einfachen, alltäglichen Materialien wie Papier oder Wellpappe.

    Aus einfachen Materialien wie Papier, Wellpappe und Strohhalm entstand Modell für Modell, bis schließlich eine ganze Kollektion an Einrichtungsgegenständen geschaffen war.

    Fotograf: Markus Wolf

  • 5 – Ideation wie im echten Designprozess: zu Beginn werden die ersten Ideen skizziert.

    5 – Ideation wie im echten Designprozess: zu Beginn werden die ersten Ideen skizziert.

    Voller Tatendrang gingen die jungen Teilnehmer ans Werk, es wurde getüftelt, diskutiert und gezeichnet, um den ersten Entwürfen auch rasch Gestalt zu geben.

    Fotograf: Markus Wolf

  • 6 – Workshop statt Unterricht: Schülerinnen und Schüler des Werkgymnasiums Heidenheim in der Umsetzungsphase.

    6 – Workshop statt Unterricht: Schülerinnen und Schüler des Werkgymnasiums Heidenheim in der Umsetzungsphase.

    Die 16- bis 17-Jähringen entwickelten ihre individuellen Entwürfe und gingen dann mit handwerklichem Geschick an die praktische Umsetzung. Dabei konnte jeder seine besonderen Fähigkeiten einbringen und sich oder andere oft überraschen. Denn einen guten Erfinder machen nicht unbedingt die guten Noten aus.

    Fotograf: Markus Wolf

Pressemeldung, Stuttgart, 21.04.2018

Phoenix Design Workshop mit Heidenheimer Schülern : Entdecke Design.

Schule muss mehr als Unterricht sein, nichts anderes bedeutet der Name „Werkgymnasium“. Und das kann sich sogar in eine Designwerkstatt verwandeln. Angeleitet von der Produktdesignerin Steffi Moser (Phoenix Design), machten sich dort zweiundzwanzig Schülerinnen und Schüler zuerst mit der Theorie und den Grundfragen guter Gestaltung vertraut. Dann folgte der praktische Teil, bei dem Teamarbeit und Kreativität gefragt waren, um eigene Ideen für neue Möbel zu entwickeln. „Entdecke Design“ lautete das Motto: Workshop statt Unterricht. Voller Tatendrang gingen die jungen Teilnehmer ans Werk, es wurde getüftelt, diskutiert und gezeichnet, um den ersten Entwürfen auch rasch Gestalt zu geben. Aus einfachen Materialien wie Papier, Wellpappe und Strohhalm entstand Modell für Modell, bis schließlich eine ganze Kollektion an Einrichtungsgegenständen geschaffen war.

Natürlich sollte jedes Möbel formal gut gestaltet sein, aber auch nützliche Funktionen und besondere Eigenschaften oder Attribute haben – massiv, leicht, schwebend, mobil oder praktisch. Dieser gestalterischen Herausforderung stellten sich die jungen Designtalente mit vollem Einsatz. Die 16- bis 17-Jähringen entwickelten ihre individuellen Entwürfe und gingen dann mit handwerklichem Geschick an die praktische Umsetzung. Dabei konnte jeder seine besonderen Fähigkeiten einbringen und sich oder andere oft überraschen. Denn einen guten Erfinder machen nicht unbedingt die guten Noten aus. Stolz wurden die gemeinsam geschaffenen Werke vom "eleganten Sessel" über einen "modernen Ofen" bis hin zum "mobilen Weinregal" zum Abschluss präsentiert. Doch was fast spielerisch wirkte, stand für die wichtigsten Elemente in einem professionellen Designprozess: Aufgabe, Ideenentwicklung, Entwurf, Modellbau, Präsentation und Reflexion. Vieles davon wird künftig auch im Alltag helfen – immer dann, wenn es um das Entwickeln neuer Ideen und Lösungen geht.

„Ästhetische Bildung hat bei uns einen hohen Stellenwert, deshalb fördern wir kreative und gestalterische Potenziale“, erklärte Werner Schölzel, Schulleiter am Werkgymnasium. Dort bedeutet Unterricht vor allem Lernen mit Kopf, Herz und Hand, weshalb man gern die Türen für den „Entdecke Design“-Workshop der Stiftung Deutsches Design Museum öffnete. Mit der gleichnamigen Bildungsinitiative wurden seit 2014 schon über 13.000 Schüler in ganz Deutschland erreicht. Jeder Workshop, so auch der Heidenheimer, hat seine eigene Charakteristik. Die Themen und Ziele werden im Vorfeld gemeinsam mit der Schule geplant, ein professioneller Designer leitet dann den Workshop vor Ort.

Steffi Moser war dafür sogar an ihre alte Schule zurückgekehrt: „Bei einem so spannenden Projekt habe ich gern noch mal die Schulbank gedrückt.“ Ihren Beruf übt die erfolgreiche Produktdesignerin bei Phoenix Design in Stuttgart aus. Obwohl sie sonst für große Unternehmen und Marken arbeitet, haben die Leistungen der jungen Kreativen sie sehr beeindruckt. Ihrer Meinung nach verdiene Design eine Chance als eigenes Unterrichtsfach. Ob das an der Römerstraße 141 und anderen Schulen der Fall sein wird, ist nicht zuletzt eine Frage des Curriculums, die an anderer Stelle entschieden wird. Immerhin wird es im Sommer eine ganze Workshopwoche am Werkgymnasium geben. Förderpartner der Heidenheimer Projekte und fünf weiterer Workshops in Baden-Württemberg ist die Karl-Schlecht-Stiftung, die seit 2015 mit der Stiftung Deutsches Design Museum kooperiert: „Entdecke Design“ macht weiter Schule.

Die Forderung, musisch-ästhetischer Bildung in der schulischen Bildung einen höheren Stellwert zu verleihen, wird lauter und dringender und ist auf Bundesebene (und auch in Europa) Aktionsfeld verschiedenster Initiativen. Nicht abgedeckt ist hiervon allerdings der Bereich Design. Die Stiftung Deutsches Design Museum möchte daher mit ihrem Projekt "Entdecke Design" die Auseinandersetzung mit Design in der Schule fördern. In Workshops und in Zusammenarbeit von Lehrern und Designern lernen Schüler/-innen handlungsorientiert die Grundlagen von Gestaltung und Design kennen. Damit dieses Thema dauerhaft im Unterricht verankert wird, soll ein Programm zur Lehrerfortbildung entwickelt werden. Unter anderem wird diese Aktion in Baden-Württemberg von der Karl-Schlecht-Stiftung unterstützt.


Über Stiftung Deutsches Designmuseum: "Entdecke Design" ist die Bildungsinitiative der gemeinnützigen Stiftung Deutsches Design Museum. Die Stiftung ist operativ tätig und fördert das Themenspektrum Design als prägendes Element von Bildung und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Wir wollen interdisziplinäres Designbewusstsein fördern und in einer breiten Öffentlichkeit verankern, Kreativität wecken und weiterentwickeln, Wissen vermitteln und mit Leben füllen. Fördern, Vermitteln, Sammeln, Diskutieren: Diese Ziele verfolgt unsere Stiftungsarbeit bundesweit mit Workshops, Symposien und Ausstellungen.

www.deutschesdesignmuseum.de/foerdern

www.werkgymnasium.de

Kontakt:

Silvia Olp, Head of Communications
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T +49 711.955976-55
M +49 160.8894377

Carolin Schobel, Communication Manager
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M +49 173.7294632