THE TIMES > Raconteur

Im Suplement Raconteur der Tageszeitung "THE TIMES", ein Interview mit Joon- Mo Lee und Andreas Diefenbach, beide Geschäftsführer von PHOENIX > „Man braucht Mut, um Inspiration zu suchen, wo andere nicht hinschauen.“  >>> https://www.raconteur.net/sponsored/tacit-desires-unspoken-wishes . Artikel aus THE TIMES "Tacit desires, unspoken wishes" als PDF-Download steht hier bereit.

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  • Joon-Mo Lee: Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Autohersteller. Was ist Ihr nächstes Produkt? Ein schnelleres, umweltfreundlicheres und leiseres Auto? Vielleicht ist es gar kein Auto. Neue Technologien, agile Disruptoren und anspruchsvollere, gut informierte Kunden bedeuten, dass Unternehmen einen ganzheitlicheren Innovationsansatz verfolgen müssen, um relevant zu bleiben. Beim Design geht es nicht mehr nur um das Aussehen eines neuen Produkts, sondern darum zu überdenken, was der Kunde wirklich will, auch wenn er sich noch nicht sicher ist. „Unternehmen und ihre Designagenturen müssen eine Innovationskultur schaffen, die drei Dinge fördert: Mut, Kreativität und Zusammenarbeit.

    Erstens, sie müssen bereit sein, eine Zukunft für ihr Unternehmen zu gestalten, die es heute noch nicht gibt und die noch niemand zuvor gemacht hat.

    Zweitens, Führungskräfte müssen eng mit Designagenturen zusammenarbeiten, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und neue Ideen und Erfolgskriterien zu entwickeln. Heutzutage reicht es nicht mehr aus, nur eine aufregende neue Version ihres traditionellen Produkts zu produzieren. Eine Autofirma muss heutzutage über das Auto hinausblicken und die gesamte Idee der Mobilität berücksichtigen. Es geht um das Querdenken und es passiert gerade um uns herum.

    Drittens, erfolgreiche Unternehmen sind diejenigen, die eine gleichberechtigte Zusammenarbeit anstreben, um über das hinauszugehen, was wir als „armchair innovation“ bezeichnen. Es geht darum, sich mit Menschen zusammenzutun, die Paradigmen in Frage stellen, unbequem und entschlossen sind, mit ihnen durch die Hölle zu gehen, und zu wissen, dass sich am Ende alles lohnt.

    Andreas Diefenbach: Wenn ein Produkt für den Verbraucher wertvoll ist, kann es zum "money making" genutzt werden, aber Unternehmen müssen hier kreativ sein. Wir sollten Innovationen nicht einfach deshalb zunichte machen, weil wir noch nicht wissen, wie man Dinge vermarktet und monetarisiert. Wir müssen innovieren und dann kreativ werden, um diese Innovationen zu vermarkten. Um ein starkes Fundament für Innovationen zu schaffen, muss man einen Einblick in die reichhaltige, umsetzbare und bedeutungsvolle Wahrheiten appelieren und Unternehmen dazu inspirieren etwas Neues zu tun, das niemand kommen sieht. Zu viele Unternehmen vertrauen noch auf traditionelle Marktforschung oder ihre eigenen Fähigkeiten als „Experten". Das Problem ist, dass die Verbraucher nicht unbedingt sagen oder gar wissen, was sie wollen. Man braucht Mut, um Inspiration zu suchen, wo andere nicht hinschauen. Es geht darum, stillschweigende Wünsche und unausgesprochene Wünsche zu entdecken. Dies ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Innovation. Deshalb bemühen wir uns, die Menschen in ihrem Alltag zu beobachten, wir stellen offene Fragen und wir verwenden viel Energie darauf, unsere Ergebnisse zu analysieren und zu synthetisieren. Einsichten sind das Gold der Innovation.

  • Eine Dusche macht nicht nur sauber. Als Phoenix Design beauftragt wurde, eine Dusche der nächsten Generation zu entwerfen, dachten wir über den Mehrwert des Duschens hinaus nach. Unsere Verbraucherforscher geben dem Ritual des Duschens individuelle und anlassbezogene Bedeutungen. Letztendlich dreht sich beim Duschen alles um Katharsis "Restaurierung und Inspiration". Zusammenarbeit ist wichtig, um auf Herausforderungen und unausgesprochenen Wünsche zu reagieren. Die Zusammenarbeit von Phoenix Design mit dem deutschen Sanitärhersteller hansgrohe hat zu einem physisch-digitalen Erlebnis geführt, das sich an Wassertemperatur und Strahlstärke anpasst, aber auch Musik, Video und Licht liefert, um das ideale Duscherlebnis zu schaffen, es ist warm und entspannend und energetisierend,

    Mehr >>> www.hansgrohe.de

     

     

  • Joon-Mo Lee, Managing Director, PHOENIX Stuttgart/Munich/Shanghai

    Joon-Mo Lee (*1976) ist seit 2019 Geschäftsführer bei Phoenix Design und leitet das Studio München. Im März 2016 kam er ins Unternehmen als Design Strategy Manager und war Mitglied der Geschäftsleitung. Mit seinem Master Abschluss im Fach Innovation Management von der renommierten Central Saint Martins in London drehen sich seine Arbeitsthemen um die Schnittmenge aus Kultur, Design und Innovation, mit Expertise auf den Gebieten materielle Kultur und Innovationskultur in Unternehmen. Seine langjährige Marketing-Tätigkeit in der Spielwarenindustrie (bei NICI), wie auch der FMCG-Industrie (bei Coca-Cola Deutschland) hat ihm zahlreiche Auslandsaufenthalte beschert – vom beschaulichen Bamberg in Oberfranken bis hin nach Hong-Kong, Qingdao, Seoul, Berlin und London – und schlussendlich in die Design-Industrie geführt.

    Phoenix Design hält den ersten Platz im iF World Design Index „Design Studios“ und gilt als führendes unabhängiges Designstudio für Produkt- und Interface Design weltweit. Heute zählt Phoenix Design 80 Mitarbeiter an den Standorten Stuttgart, München, Shanghai. Mit mehr als 800 internationalen Designpreisen wurde Phoenix Design bereits ausgezeichnet, u.a. mit dem Ehrentitel „Red Dot: Design Team of the Year 2018“. Markenunternehmen wie AXOR, Deli, Haier, Hansgrohe, Huawei, Lamy, LG, Loewe, Stiebel Eltron, Still, Trumpf, Vorwerk, Wilkhahn, Xiaomi und Zeiss gehören zu den langjährigen Kunden.

     +49 173 7294628; Enable JavaScript to view protected content.

  • Andreas Diefenbach, Managing Partner, PHOENIX Stuttgart/Munich/Shanghai

    Andreas Diefenbach (*1979) ist seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter bei Phoenix Design Stuttgart/Munich/Shanghai. Seit 2006 ist er im Unternehmen und hat verschiedene Positionen bei Phoenix Design durchlaufen, zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung. Er absolvierte sein Studium in Industrial Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und der Folkwang Universität der Künste in Essen. Als Spezialist für die Sanitär- und Investitionsbranche hat er internationale Marken im Innovationsprozess betreut und als Geschäftsführer ist er heute u.a. auch verantwortlich für die Bereiche Business Development, HR und Marketing.

    Phoenix Design hält den ersten Platz „Best of“ im iF World Design Index „externe Designstudios“ und gilt als führendes unabhängiges Designstudio für Produkt- und Interface Design weltweit. Heute zählt PHOENIX 80 Mitarbeiter an den Standorten Stuttgart, München, Shanghai. Mit mehr als 800 internationalen Designpreisen wurde PHOENIX bereits ausgezeichnet, u.a. mit dem Ehrentitel „Red Dot: Design Team of the Year 2018“. Markenunternehmen wie AXOR, Deli, Haier, Hansgrohe, Huawei, Lamy, LG, Loewe, Stiebel Eltron, Still, Trumpf, Vorwerk, Wilkhahn, Xiaomi und Zeiss gehören zu den langjährigen Kunden.

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