• F.A.Z. Quarterly > Warum muss die Dusche duften?

    F.A.Z. Quarterly > Warum muss die Dusche duften?

    In der aktuellen Ausgabe 02/2021 der F.A.Z. Quarterly berichtet Stephan Thiemt, Senior Designer, Phoenix Design aus seiner Sicht und Erfahrung über das kontrovers diskutierte Design Thinking.

    Als ehemaliger IDEO-Mitarbeiter hat er die Entwicklungen des Design Thinking in seiner Ausbildung und Karriere sozusagen von Beginn an miterlebt. Die Definition von Design Thinking lässt dabei ebenso viel Interpretationsspielraum, wie die Designdefinition selbst. Die Anwendung der sogenannten „Design-Denkweise“ (engl.: Design Thinking) kann als Gegenpol zu einer Art „Manager-Denkweise“ verstanden werden, wobei diese sich seit einiger Zeit vermehrt der „Design-Denkweise“ bedienen. Die Design-Denkweise, deren Werkzeuge sich situationsbedingt an die Gegebenheiten anpassen, ist zwar grundlegend erlernbar, sollte jedoch – wie auch bei allen anderen Disziplinen – von den Akteuren mit der meisten Erfahrung, in diesem Fall der DesignerInnen, begleitet werden.

    In der Welt von Wirtschaft und Unternehmensberatungen ist das Design Thinking allerdings seit einiger Zeit ein vermeintlich neuer Begriff. Dabei wird Design Thinking oft als eine Art neue Methode beschrieben, die sich eben nicht ergebnis- sondern prozessorientiert darstellt. Die Methoden des Design Thinking haben ihren Ursprung tatsächlich in der Designausbildung und werden von DesignerInnen daher seit Jahren angewendet. Vereinfacht gesagt, geht es darum, den/die AnwenderIn in den Fokus aller Entwicklungen zu stellen, sowie iterativ und experimentell zu arbeiten und somit weniger aus Sicht der Unternehmung zu handeln.

    Der Quarterly Artikel mit dem passenden Titel „Warum muss die Dusche duften?“ legt die verschiedenen Auffassungen des Design Thinking am Beispiel von RainTunes dar. Das Endergebnis der hansgrohe Duschszenarien in Zusammenarbeit mit Phoenix zeigt eine konsequente Orientierung am Nutzer, wodurch auch die Titelfrage beantwortet wird. Auch wenn es für viele auf den ersten Blick merkwürdig erscheint, eine Dusche mit zusätzlichen Düften, Licht oder Musik auszustatten, ergaben unsere Nutzerbefragungen im Design Thinking Prozess ein anderes Urteil. Eine Frage, die jedoch offenbleibt: Macht die Anwendung von Design Thinking auf andere Bereiche die DesignerInnen zu reinen StylistInnen, oder sind sie nun die eigentlichen ExpertInnen?

    Über Phoenix Design: Phoenix Design ist ein Design- und Innovationsstudio, das smarte, sinnvolle und substantielle Markenerlebnisse schafft, die Menschen berühren – heute, für morgen und immer getrieben von Logik, Moral und Magie. Mit mehr als 850 Designauszeichnungen wurde Phoenix Design seit seiner Gründung geehrt, davon ca. 400 in den letzten fünf Jahren und zuletzt mit dem Ehrentitel „Red Dot: Design Team of the Year 2018“. Konsequent nutzerzentriert und markentypisch: So entwickelt Phoenix Design Produkte und ganze Sortimente. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse des Anwenders, auf die selbsterklärende Interaktion mit dem Produkt. Mit dem Ziel, die Identität der Marke typisch und auf berührende Weise erlebbar zu machen. Über 80 Mitarbeiter beschäftigen sich an den Standorten Stuttgart, München und Shanghai mit Produkt- und Interaction Design. www.phoenixdesign.com.

    Kontakt: Enable JavaScript to view protected content.

    Franziska Warnke Communication Manager
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